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Trinkwassernotbrunnen und Ehrenamt

Trinkwassernotbrunnen – wozu brauchen wir denn so was?

Trinkwassernotbrunnen brauchen wir halt, wenn kein Wasser mehr aus dem Wasserhahn kommt. Das passiert zum Beispiel bei Stromausfällen oder wenn Wasserleitungen durch Naturkatastrophen beschädigt sind. Auch die Jungs von der Freiwilligen Feuerwehr Bonn-Endenich kümmern sich darum, dass die Notbrunnen in ihrer Gegend ständig einsatzbereit sind. Hier in Endenich haben wir drei verschiedene Trinkwassernotbrunnen. Diese werden von uns, der Endenicher Jugendfeuerwehr, zweimal im Jahr gewartet. Im Bevölkerungsschutz ist die Wasser-Sicherstellung eine wichtige Aufgabe. Bundesweit gibt es natürlich viel mehr von diesen Brunnen. Für den Notfall sind Bund und Länder verpflichtet, ein Minimum an Trinkwasser zur Verfügung zu stellen. Dazu gibt es in Deutschland mehr als 5.000 Trinkwassernotbrunnen, Die Herrichtung und der Bau werden vom Bund finanziert.

 

Trinkwassernotbrunnen

 

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Und die Wartung obliegt den Ländern. So, heute sind Trinkwassernotbrunnen an der Wartung an der Reihe. Und zwar von dem Brunnen auf dem Hügel, der ist hier oben. Dann würde ich sagen ohne langes Gerede – aufsitzen. Die fünf Feuerwehrmänner machen sich mit den Einsatzleitern und unseren Experten für Wasser-Sicherstellung auf den Weg zum Trinkwassernotbrunnen. Alle drin? Haben die Jungs auch wirklich alles dabei? Notstromaggregat und Stromkabel, Wasserbehälter und Chlortabletten, Zapfhähne und Schläuche, Standrohr-Schlüssel, Standrohr und Schachthaken. Sieht doch gut aus! Wie geht so eine Wartung also vor sich? Mit den Schachthäken öffnen wir den Deckel.

 

 

Danach wird die Pumpe mit dem Stromnetz verbunden. Und die Pumpe wird angeworfen. Danach wird das Standrohr gesetzt. Ja, genau. Gerade aufsetzen. So, ein bisschen wackeln. Dann geht ihr – zu zweit am besten- auf den Bürgersteig. Der eine geht mit der Kupplung nach hier. Der andere geht noch einmal die Straße entlang. Ein Schlauch wird an das Standrohr angekuppelt. Mit dem Standrohr-Schlüssel öffnen wir das Wasser. Und wer pumpen mit dem Stromaggregat das Wasser nach oben, um die Funktion des Brunnens zu überprüfen. Wasser marsch! Wir überprüfen aber auch die Qualität des Wassers. Also, die Farbe und den Geruch. Die Überprüfung der Sauberkeit des Wassers wurde mit gut bewertet. Damit das Wasser im Notfall leichter verteilt werden kann, gibt es Zapfhähne.

 

Trinkwassernotbrunnen

 

 

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Auch das probieren die Jungs heute aus. Wie viele Personen können jetzt mit dem Wasser versorgt werden? Dieser Brunnen hier auf dem Hügel hat eine Pumpleistung von 14.000 l/h und kann damit zirka 6.000 Menschen im Ernstfall mit Wasser versorgen. Die Trinkwassernotbrunnen liefern 15 Liter pro Person und Tag für mindestens 14 Tage. Die Brunnen werden regelmäßig auf chemische Belastung überprüft. Im Einsatzfall werden aber Desinfektionstabletten dem Wasser hinzugegeben, wegen möglicher mikrobiologischer Belastungen. Die hat sich schon aufgelöst. Das Wasser schmeckt ein bisschen nach Chlor. Aber, das merkt man kaum. Also, es schmeckt sehr nach normalem Wasser. Damit ist eine Wartung von 5.000 Trinkwassernotbrunnen erfolgreich abgeschlossen. Ja dann. Prost! Danke an alle Helfer und Helferinnen, die dafür sorgen, dass wir im Notfall mit Wasser versorgt werden können. Mitmachen können Jungs sowie Mädchen bei über 18.000 Jugend- Feuerwehren in Deutschland. Fragt doch einfach eure Feuerwehr vor Ort! Wir freuen uns auf euch!.

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